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ADVENT, ADVENT DIE SEELE BRENNT…

ADVENT, ADVENT DIE SEELE BRENNT…
Vorweihnachtszeit. Die schönste Zeit im Jahr. Die meisten Menschen freuen sich drauf. Aber ist das wirklich so?

Wenn wir erzählen sollen was uns zum Thema Advent und Weihnachten einfällt, hört man meist: Vanillekipferl, Punsch, Glühwein, Weihnachtsbäckerei, Christbaum, stillste Zeit im Jahr, Geschenke, harmonisches Familienleben, Zufriedenheit, Liebe usw.

Wenn ich an mein reales Arbeitsleben denke und die Menschen um mich herum beobachte, bietet sich mir jedoch ein ganz ein anderes Bild. Leider ist nur eine schwindende Minderheit wirklich fähig diese Zeit zu genießen. Vorwiegend gleicht das Szenario eher einem Psychothriller oder einer Tragikomödie.

Man möchte meinen, die Menschen sind das ganze Jahr über mit funktionieren beschäftigt, in der Arbeit, zu Hause und in der Familie. Leben ihr Privatleben und ihr Berufsleben wie in einem Hamsterrad, ohne sich großartig Gedanken um wirkliches Miteinander und wirklich zwischenmenschliche Beziehungen zu machen. Egal ob das nun den Freundeskreis oder die Partnerschaft betrifft. Aber dann: So circa Mitte November macht uns die Werbung schon darauf aufmerksam, dass jetzt die Zeit der Harmonie kommt. Die Lebkuchen und Schokoschirmchen, über die wir dann stolpern, um an notwendige Lebensmittel zu gelangen, verstärken dies. Wir werden innerlich immer unruhiger und aufgeregter. Wenn uns dann, weitere 2 Wochen später, die Christbaumkugeln an jeder Ecke erschlagen ist es endgültig vorbei mit unserer Beherrschung und Verdrängung. Und nun beginnt der wirkliche Weihnachtswahnsinn in unseren Köpfen zu brodeln.

Nahezu jeder verfolgt nur ein Ziel, ohne an vorher oder nachher zu denken, es interessiert uns nur mehr, wie wir es schaffen pünktlich am 24. 12. glücklich und zufrieden mit unserer Familie oder unserem Partner oder beiden, unter dem Christbaum in aller Glückseligkeit zu verschmelzen.  Menschen kommen sogar auf die Idee ihren/ihre Ex wieder kurzfristig zu reaktivieren, indem sie ihm/ihr vorübergehend noch „eine 2. Chance“ geben nur um an diesem einen Tag mit der vermeintlich „glücklichen Masse“ mitschwimmen zu können. Singles klagen mir ihr Leid, wie furchtbar es ist genau diesen Tag alleine verbringen zu müssen. Ehemänner die schon längst nicht mehr mit ihrem Kopf und ihrem Herzen zu Hause wohnen, deren Körper dort nur noch anwesend ist, wollen genau an diesem Tag den Erwartungen entsprechen und ein guter Ehemann sein. Ehefrauen die ebenso schon längst andere Interessen pflegen als die ihres Ehemannes, reißen sich für genau diesen Tag zusammen und wenden all ihre Kraft auf, um die Familie nicht zu enttäuschen. Es wird mehr Geld ausgegeben als man vielleicht hat, nur um zu entsprechen. Menschen die einem das ganze restliche Jahr über mehr oder weniger egal sind, werden unter den Christbaum gekarrt und „umsorgt“. Da wird auch nicht nachgefragt ob diese Zwangsbeglückten überhaupt Lust haben, diesen einen Tag umsorgt zu werden. Alles braucht an diesem einen Tag seine Richtigkeit. Unlängst erzählte mir eine Dame, dass sie schon längst einen „neuen“ hat, aber sie möchte Ihren Partner erst am 25. Dezember darüber in Kenntnis setzen, da sie ihm ja Weihnachten nicht verderben möchte. Der arme Mensch wird sich wahrscheinlich an Weihnachten noch einmal total ins Zeug legen, um die Beziehung zu retten, nicht wissend, dass es diese gar nicht mehr gibt.  

Betrachtet man dies von außen, erscheint es einem nahezu absurd, was so eine Mainstreamfestivität in unseren Köpfen für einen Irrsinn auslöst. All diese Menschen sind in Wirklichkeit heilfroh, wenn genau dieser Tag vorbei ist. Hauptsache die andren merken es nicht.

Dabei wäre es so einfach. Nein. Es IST so einfach. Ob man Single ist oder nicht, ob in einer Beziehung oder nicht, „oh du fröhliche“ kann man wirklich empfinden. Aber nur dann, wenn man Weihnachten einfach mit Menschen verbringt, die man von Herzen gern mag. Und an die lieben Singles: Wo steht denn bitte geschrieben, dass es ausgeschlossen ist mit Freunden gemütlich unterm Christbaum zu sitzen, zu essen, Glühwein zu trinken und es sich nett zu machen?  Probiert es einmal aus. Das macht Spaß! Und beneidet nicht diejenigen, die in einer Partnerschaft sind. Nicht alle haben es schöner als ihr. Ebenso ist es gar nicht nötig hunderte Euro auszugeben, um jemandem seinen Stellenwert zu zeigen. Der zeigt sich in Wahrheit durch ganz andere Dinge, und vor allem garantiert nicht gerade nur zu Weihnachten.

Also ihr lieben Menschen. Macht Euch keinen Stress und genießt diesen Tag so wie IHR es wollt. Nicht wie es die Gesellschaft vorschreibt. Macht es euch einfach schön. Jeder auf seine individuelle persönliche Art, dann wird Weihnachten wieder das was es ursprünglich ist. Ein Festtag für die Seele. 

© sue@deinlebensassistent.com