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FREMDARTIKEL:

Veröffentlicht am 5. Januar 2015 von 

© Erika Flickinger 

Quelle (Text,BIld):

 http://www.dualseelen.org/2015/01/deine-gefuehle/

DEINE GEFÜHLE

DEINE GEFÜHLE

All diese Texte und Worte darüber, sich erst selbst lieben zu müssen, oder dass ich Alles, was ich suche nur in mir selbst finde, Sehnsüchte und Verlangen nach Nähe nur die Sehnsucht nach mir selbst ist, dass Alles was mich an anderen stört nur eine Reflexion auf meine Mängel und unterdrückten Gefühle ist … zum Teil ist dies in meinen Augen einfach nur Unsinn.

Wir sind keine Lebewesen, die für das “Alleine leben” geschaffen sind, nun Ausnahmen gibt es schon, aber der Mensch ist dafür geschaffen, sich mit Anderen zu vereinen, zu lieben und Ja, auch zu leiden.

Natürlich sollte ich zuerst mich selbst finden, mich selbst lieben, mit mir auch alleine leben können, aber der Mensch ist gemacht seine Gefühle zu teilen.

Und manches findest Du erst in einem Anderen, manches Gefühl braucht ein Gegenüber, um von dir erkannt und angenommen zu werden, und manches Gefühl wird erst durch dein Gegenüber wieder aktiviert, aber nicht nur in dir, auch in deinem Gegenüber.

Seelen die sich begegnen haben sich meist beide etwas zu geben.

Sorry …. aber wenn ich all diese Dinge lese, drängt sich mir die Angst auf, dass der Mensch mit all diesen neuen Theorien langsam erkaltet, nur noch auf sich selbst bezogen und egoistisch leben kann.

In dieser vielgelobten neuen Zeit wird jede, selbst die kleinste Gefühlsregung untersucht, analysiert und auseinander genommen, bis kaum noch etwas von den ursprünglichen Gefühlen zu spüren ist, alles verdrängt wurde, ohne zu bedenken, dass all dies im Unterbewusstsein weiterlebt, und irgendwann explodiert und unkontrolliert an die Oberfläche drängt.

Selbsternannte Seelenstreichler, spirituelle Berater und Therapeuten schießen nur so aus dem Boden, jeder greift nach dem großen Topf, um an den Gefühlen anderer zu verdienen, viele versprechen Linderung unglücklicher Gefühle, und seien wir doch ehrlich, viele lassen den Menschen verwirrter und verzweifelter zurück, als er zuvor war.

Gefühle werden als Ware, als Therapiegrund, als unerwünscht dargestellt, werden zerredet und zum Schweigen verdonnert.

Was wäre, wenn diese  “neue Zeitqualität” uns nicht nur auf uns selbst zurückwerfen, sondern uns in die Gemeinschaft führen soll?

Was wenn die jetzige Zeit uns zeigen soll, einfach zu lieben und ganz besonders ohne Vorbehalte zu lieben, nicht alles und jeden zu hinterfragen, nicht jede Gefühlsregung wie ein Puzzle auseinander zu nehmen und zu einem neuen Bild zusammenzufügen?

Ein jedes Puzzle hat ein schönes Bild, nimmst Du es bis auf das letzte Teil auseinander, ist dieses Bild zuerst einmal zerstört, und setzt Du es dann mühsam zu einem neuen, anderen Bild zusammen, wird es nie wieder stimmig sein. Du musst da feilen, dort etwas wegschneiden, einige Teile in eine neue Form zusammenpressen. Vielleicht bekommst Du am Ende ein ganzes Puzzle zusammen, aber es wird nie wieder das Bild ergeben, das es zu Anfang war, das es sein sollte. Du hast ein neues Kunstwerk geschaffen, welches mit dem ursprünglichen nichts mehr ähnlich hat, und Du wirst immer die veränderten Stellen sehen, die verschobenen Teile spüren, wenn Du mit den Händen darüber streichst. Du hast, mit Hilfe Anderer ein neues Bild deiner Selbst erschaffen, ein Bild in dem Gefühle in die dunklen Ecken des Puzzle gezwängt wurden, und dort als Unebenheit, das ganze Bild verformen.

Ja, Du hast ein neues Bild von dir, aber Du wirst nicht mehr Du Selbst sein, Du bist ein Puzzle, das von anderen geformt und in seiner Harmonie gestört wurde.

Du sollst zu dir Selbst finden, und Du sollst deine Gefühle (be)achten, aber Du sollst nicht jedes deiner Gefühle auseinander nehmen. Du sollst sie annehmen, bei dir sein lassen, den Raum in dir ausfüllen und in dir wohnen lassen, Du sollst sie lieben, egal was sie in dir auslösen. Unterdrückte, analysierte, weggeschobene und unerwünschte Gefühle … sie sind es, die uns krank werden lassen, die uns in eine Richtung verändern, die wir nicht gehen sollten.

Gefühle die Du annimmst, so wie sie gerade da sind oder zu dir kommen, sie sind es die dich prägen, wachsen lassen, dich zu dem machen der Du sein sollst, und im Grunde auch sein willst.

Menschen treffen aufeinander um zu fühlen, um sich näher zu kommen, um Sehnsüchte auszulösen und auch zu erfüllen, um ihre Gefühle zu vereinen und zu verschmelzen, um Partnerschaften einzugehen, um zu lieben.

Gefühle machen uns lebendig, einzigartig, liebevoll, zauberhaft, interessant und so vieles mehr. Und all diese schönen Dinge, die doch jeden Menschen einzigartig machen werden kaputt geredet und wegtherapiert.

Es entsteht eine neue Art von Mensch, ein Mensch der Angst vor Gefühlen bekommt, ein zurückgezogener und auf sich selbst bezogener Mensch. Ein Gefühlsanalytiker, wie es ihn bis dahin noch nicht gab. Einen Menschen der Gefühlen aus dem Weg geht, die Welt erkalten lässt und nicht wie es sein sollte Licht in diese bringt.

Es entstehen Menschen, die das Gegenüber auseinander nehmen, um zu analysieren, ob es sich lohnt in irgendeine Art Beziehung mit ihm zu treten, Menschen denen die Intuition abhanden kommt, und Menschen die Gefühle nicht als positiv betrachten, sondern nur noch als Studienobjekt.

Achtet besonders auf Gefühle wie Wut und Zorn einem anderen gegenüber, und glaubt nicht immer gleich, dies reflektiere deine unterdrückte Wut auf dich Selbst, denn zu oft haben wir einen Grund und das Recht auf einen anderen wütend zu sein, und diese Gefühle für uns selbst auch (aus)zuleben.

Oft haben wir das Recht von jemandem enttäuscht zu sein, und Ja, Enttäuschungen setzen Erwartungen voraus, aber viel zu oft gibt dir das Gegenüber auch Grund etwas zu (er)warten, erfüllt diese Erwartungen dann aber nicht. Und Ja, Du darfst dann wütend und traurig sein.

Dies muss nicht bedeuten, dass die Schuld bei dir liegt, weil Du etwas “erwartet” hast, sondern es liegt vielleicht auch daran, dass dein Gegenüber dir diese Hoffnungen stärkte, wo soll denn da in dir selbst der Grund zu suchen sein?

Das Leben besteht auch aus Hoffnungen, Erwartungen und den evtl. resultierenden Enttäuschungen, das ist Leben … Fühlen ... Sein.

Lasst eure Gefühle bei euch sein, lasst euch nicht einreden, dass jedes Gefühl analysiert werden muss, geschweige denn verstanden werden sollte, werde nicht “gefühllos”, indem Du jede Regung in dir auseinander nimmst.

Und sei auch dankbar über die weniger schönen Gefühle und deine Tränen, deine Wut und deinen Zorn, und deine Trauer, all dies ist die Sprache deiner Seele, wer diese Gefühle verdrängt, unterbindet die Kommunikation mit seiner Seele … ohne Kontakt zu deiner Seele bist Du einsam.

Bleibe wie Du bist und dazugehören ganz besonders “DEINE GEFÜHLE”.

© Erika Flickinger